“Krampfadern (Varizen) – Ihr erfahrener Facharzt für Gefäßchirurgie in Bozen, Südtirol ”

 

Krampfadern, medizinisch als Varizen bezeichnet, sind erweiterte, geschlängelte und oft knotig veränderte oberflächliche Venen, die vor allem an den Beinen sichtbar hervortreten können.

Der Begriff „Krampfader“ stammt vom althochdeutschen „Krummader“ ab und hat nichts mit Krämpfen zu tun, sondern beschreibt die gekrümmte Form der betroffenen Venen. Um die Entstehung von Krampfadern zu verstehen, ist die Unterscheidung zwischen dem tiefen und dem oberflächlichen Venensystem wichtig.

Krampfadern betreffen primär die Stammvenen (“Vena saphena magna” und “Vena saphena parva”), die das Blut aus Haut und Unterhautfettgewebe sammeln und zu den tief liegenden Leitvenen weiterleiten. Diese Venen besitzen Klappen, die den Blutfluss ausschließlich in Richtung Herz sicherstellen sollen. Bei einer Varikosis liegt primär eine Wandschwäche der Venen vor, die zu einer Dilatation führt; infolgedessen kommt es sekundär zu einer Klappeninsuffizienz mit Blutrückfluss und venösem Überdruck.

In unseren chirurgischen Praxen in Bozen und Meran (Südtirol) bietet Dr. med. Johannes B. Wagner, Facharzt für Viszeral- und Gefäßchirurgie, präzise Diagnostik und moderne und etablierte minimal-invasive Behandlungsmethoden für Krampfadern an. Seine umfassende Erfahrung sammelte er in renommierten nationalen und internationalen Kliniken (darunter das Universitätsklinikum Basel in der Schweiz, die Universitätsklinik Regensburg sowie das Memorial Sloan-Kettering Cancer Center in New York) und war zudem langjährig als Sektionsleiter Gefäßchirurgie und leitender Oberarzt tätig.

Seit Juli 2023 ist Dr. Wagner selbständiger Chirurg an der Marienklinik in Bozen, seit Januar 2025 auch am Gesundheitszentrum St. Josef in Meran und seit Juli 2025 zusätzlich an der CityClinic in Bozen. So profitieren Patienten aus Bozen, Meran, Brixen und der gesamten Region Südtirol von seiner Expertise.

 

Ursachen & Häufigkeit von Krampfadern

Die häufigste Ursache für die Bildung von Krampfadern ist eine genetische Veranlagung, die zu einer angeborenen Wandschwäche der Stammvenen führt.

Wenn die Venenwände schwach sind, erweitern sich die Venen, die Venenklappen schließen nicht mehr richtig, und das Blut staut sich zurück in die Beine. Auch hormonelle Einflüsse, wie sie beispielsweise während einer Schwangerschaft auftreten, können den Klappenschluss der Venen beeinträchtigen und so die Entstehung von Krampfadern begünstigen. Aus diesem Grund sind Frauen etwas häufiger betroffen als Männer. Die Lebenszeitprävalenz (= Wahrscheinlichkeit, Varizen zu bekommen, auf die gesamte Lebensspanne bezogen) beträgt bei Frauen ca. 2 von 3 und bei Männern etwa 45%.

Eine gezielte Behandlung ist nicht nur bei Vorliegen von Symptomen und Komplikationen wie Varicophlebitiden angezeigt, sondern auch und gerade zur Vorbeugung einer Leitveneninsuffizienz mit einem Ulcus als Endstadium.

Krampfadern lassen sich nicht vollständig verhindern, da die genetische Komponente stark ist. Man kann jedoch versuchen, einige zusätzliche Risikofaktoren zu minimieren: Dazu gehören die Reduzierung von Übergewicht, regelmäßige körperliche Bewegung und das Einlegen von Gehpausen bei Berufen mit langem Stehen oder Sitzen. Gegebenenfalls kann das Tragen von Unterschenkel-Kompressionsstrümpfen sinnvoll sein. Einem Risikofaktor lässt sich allerdings kaum beikommen: dem Alter.

Die Häufigkeit einer Varikosis steigt mit zunehmendem Alter, was sich durch die jahrelange Einwirkung der Schwerkraft auf das Blut in den unteren Extremitäten und das Nachlassen der Elastizität von Haut und Venenwänden erklärt. Treten Krampfadern bereits in jungen Jahren auf, deutet dies meist auf eine besonders ausgeprägte genetische Disposition hin.

 

Symptome von Krampfadern

Im Wesentlichen unterscheiden wir drei Formen der Varikosis, die sich durch unterschiedliche Beschwerden äußern:

  • Stammvarikosis:
    Betrifft die größeren, oberflächlichen Stammvenen.
  • Seitenastvarikosis:
    Betrifft kleinere Nebenäste der Stammvenen.
  • Besenreiser und retikuläre Varizen:
    Dies sind sehr kleine, netzförmig angeordnete Venen der Haut, die meist keine Symptome verursachen und eher ein kosmetisches Problem darstellen.

Die ersten beiden Formen äußern sich durch vermehrt sichtbare, teils bläulich verfärbte, knotige, geschlängelte und erweiterte Venen. Patienten können Schmerzen empfinden, oft aber auch nur ein Gefühl von Schwere, Spannung oder Druck in den Beinen – insbesondere in den Unterschenkeln. Häufig kommt es zu Schwellungen im Knöchelbereich. Die Beschwerden verschlimmern sich typischerweise bei langem Stehen, warmem Wetter und abends. In fortgeschrittenen Stadien können Juckreiz, Hautveränderungen (teils mit bräunlicher oder weißlicher Verfärbung) oder sogar offene Stellen („offene Beine“) hinzukommen.

Gelegentlich treten nächtliche Wadenkrämpfe, Empfindungsstörungen, Hitzegefühl und das Gefühl unruhiger Beine auf. Typischerweise verbessern sich die Symptome, wenn gelaufen wird, die Beine hochgelagert oder Stützstrümpfe getragen werden.

Bei reinen Besenreisern zeigen sich in der Regel kaum Symptome.

 

Gefahren von Krampfadern

Krampfadern sind für viele Betroffene anfangs nur ein kosmetisches Problem, doch es können ernsthafte Komplikationen entstehen. Mit der Zeit können entzündliche Thrombosen (eine sogenannte “Varicophlebitis”) auftreten.

Hierbei handelt es sich um eine Entzündung der oberflächlichen Venen, bei der das betroffene Areal schmerzhaft, gerötet und verhärtet ist. In seltenen Fällen kann sich das Gerinnsel in das tiefe Venensystem ausbreiten und zu einer Lungenembolie führen – ein lebensbedrohlicher Zustand. Zudem kann es sein, dass die Haut am Unterschenkel die jahrzehntelange Stauung in den undichten Venen irgendwann nicht mehr aushält. Es entstehen braune Verfärbungen und mitunter die gefürchteten sogenannten „offenen Beine“ (Ulcera cruris). Sind diese erst einmal aufgetreten, ist eine Therapie sehr aufwendig.

Davon zu unterscheiden ist die tiefe Beinvenenthrombose, die in den Leitvenen entsteht. Dabei gerinnt das Blut und kann leicht in die Lunge gespült werden, wo es zu Verstopfungen führen kann, ebenfalls mit lebensgefährlichen Auswirkungen. Tiefe Beinvenenthrombosen entstehen meist durch lange Bettruhe, nach Unfällen oder Operationen sowie zum Teil genetisch bedingt.

 

Diagnostik in unserer Praxen in Bozen und Meran

Wir hören uns Ihre Beschwerden genau an. Die Diagnose von Krampfadern erfolgt primär durch eine körperliche Untersuchung und eine spezialisierte Duplexsonographie (spezielles Ultraschallverfahren für Gefäße). Mit diesem Verfahren können wir die undichten Venenklappen und die genaue Strecke des Blutrückflusses exakt bestimmen. So stellen wir in unseren Praxen in Bozen und Meran eine präzise Diagnose und planen die für Sie optimale Therapie.

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Quelle: eigenes Foto

 

Häufig gestellte Fragen zu Krampfadern (FAQ)

Was sind Krampfadern (Varizen)?

Krampfadern sind erweiterte, geschlängelte oberflächliche Venen an den Beinen, die aufgrund nicht mehr richtig schließender Venenklappen entstehen.

Sind Krampfadern gefährlich?

Unbehandelte Krampfadern können zu Beschwerden wie Schwellungen, Juckreiz, Krämpfen und Schmerzen führen und im Verlauf Komplikationen wie Entzündungen (Thrombosen) und chronische Hautveränderungen bis hin zu offenen Beinen verursachen.

Wie werden Krampfadern diagnostiziert?

Die Diagnose erfolgt durch eine körperliche Untersuchung und eine Duplexsonographie (spezieller Gefäßultraschall), um den Blutfluss und die Klappenfunktion zu beurteilen.

Kann man Krampfadern vorbeugen?

Krampfadern sind oft genetisch bedingt und nicht vollständig zu verhindern. Risikofaktoren wie Übergewicht und langes Stehen/Sitzen können durch Bewegung und gesunden Lebensstil minimiert werden.

Wie lange dauert die Genesung nach einer Krampfader-Behandlung?

Die modernen minimal-invasiven Verfahren ermöglichen in vielen Fällen eine zügige Genesung und eine rasche Rückkehr in den Alltag. Die endgültige Heilung der behandelten Vene dauert mehrere Monate, verläuft aber meist symptomfrei und ohne Beschwerden im Hintergrund. Lediglich beim Betasten der Vene kann man mitunter noch vereinzelt kleine Knötchen erspüren, die aber von außen nicht sichtbar sind.

 

Ihr Behandlungsablauf in unseren Praxen in Bozen und Meran: Schritt für Schritt zu Ihrem Wohlbefinden

Wir legen Wert auf Transparenz und möchten Ihnen den Ablauf einer Krampfader-Behandlung verständlich machen:

  1. Erstgespräch und Anamnese:
    Zunächst hören wir Ihnen genau zu und erfassen Ihre Beschwerden und Krankengeschichte.
  2. Diagnose:
    Wie oben beschrieben, erfolgt eine schonende Untersuchung mittels Duplexsonographie, um die genaue Ursache und Ausprägung Ihrer Krampfadern festzustellen.
  3. Individueller Behandlungsplan:
    Basierend auf der Diagnose besprechen wir mit Ihnen alle in Frage kommenden Therapieoptionen. Nicht alle Krampfadern müssen operativ behandelt werden. Wir beraten mit Ihnen gemeinsam, welche moderne und schonende Methode in Ihrem Fall am besten geeignet ist – sei es mittels Hitze (Radiofrequenz, Laser) oder Klebung oder Schaumverödung. Wir erklären Ihnen die Vor- und Nachteile jeder Methode und beantworten all Ihre Fragen, damit Sie eine informierte Entscheidung treffen können.
  4. Durchführung der Behandlung:
    Die Therapie wird in unseren modernen Praxisräumen in Bozen und Meran unter Einhaltung hoher hygienischer Standards durchgeführt. Die modernen minimal-invasiven Eingriffe sind heute in der Regel gut verträglich und können ambulant durchgeführt werden.
  5. Nachsorge und Betreuung:
    Ein entscheidender Schritt für Ihren langfristigen Erfolg. Wir begleiten Sie umfassend nach der Behandlung.

 

Moderne Behandlungstechniken in unseren Praxen

Die Krampfaderchirurgie hat sich stark weiterentwickelt, und moderne minimal-invasive Verfahren haben die Notwendigkeit offener Operationen mit langen Schnitten und wochenlangem Stützstrumpftragen in vielen Fällen reduziert. Bei dem früher häufig durchgeführten „offenen Verfahren“ wurde die Vene über eine Sonde herausgezogen. Das führte häufig zu großen Blutergüssen, Nervenverletzungen und Lymphstau sowie Wundheilungsstörungen.

Heutzutage setzen wir auf moderne, minimal-invasive und schonende Verfahren:

  • Radiofrequenz- oder Laserablation:
    Bei diesen Verfahren wird ein Hochfrequenz- oder Laserkatheter in die Vene eingeführt. Über kontrollierte Energieabgabe (Wärme) wird die betroffene Vene unter Ultraschallkontrolle gezielt verschlossen. Die verschlossene Vene wird in den folgenden Monaten vom Körper abgebaut.
  • Venenklebung:
    Bei der Venenklebung (VenaSeal™-System) wird statt Hitze ein speziell entwickelter medizinischer Klebstoff in die erkrankte Vene eingebracht, um diese zu verschließen.
  • Schaumsklerosierung:
    Ein Verödungsmittel (Schaum aus Äthoxysklerol) wird mit einer feinen Nadel direkt in die erweiterte Vene gespritzt. Der Schaum reizt die Veneninnenwand, was zum Verschluss und nachfolgenden bindegewebigen Umbau der Vene führt. In unserer Praxis werden damit vor allem Besenreiser, kleine retikuläre Varizen sowie Seitenäste behandelt.

Bei den Verfahren mittels Hitze, Klebung oder Verschäumung baut der Körper die stillgelegte Vene über Monate ab, wovon Sie in der Regel kaum etwas spüren. Ein weiterer Vorteil dieser modernen Techniken ist, dass sie kaum sichtbare Narben hinterlassen. Eine Reparatur der Venenklappen wurde zwar immer wieder versucht, führt aber meist nicht zu einem dauerhaften Erfolg. Die erkrankte Vene muss „stillgelegt“ werden. Der menschliche Körper besitzt genügend andere, oberflächliche Venen, die das Blut in Richtung tiefes Venensystem befördern, welches nicht tangiert wird.

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ClosureFast - behandelte Venen - Quelle: Medtronic™ Inc. Minneapolis, USA               

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ClosureFast-System - Quelle: Medtronic™ Inc. Minneapolis, USA

 

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VenaSeal-System - Quelle: Medtronic™ Inc.Minneapolis, USA

 

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  AdhesiveTable - Quelle: Medtronic™ Inc. Minneapolis, USA

 

Risiken, Nachbehandlung und Rezidivprophylaxe

Jeder medizinische Eingriff birgt theoretisch Risiken. Bei den modernen minimal-invasiven Verfahren zur Krampfaderbehandlung sind diese jedoch sehr selten und meist gut beherrschbar. Diese Eingriffe sind heutzutage wenig belastend und werden ambulant durchgeführt. Mögliche vorübergehende Erscheinungen können anfangs leicht ziehende oder brennende Schmerzen, vorübergehende Braunverfärbungen und Verhärtungen entlang der behandelten Vene (für einige Monate), Entzündungen der Venen (sogenannte EHIT – Endovenous Heat-induced Thrombosis), kleinere Blutergüsse oder (meist vorübergehende) Nervenschädigungen sein. Wir besprechen alle potenziellen Risiken ausführlich mit Ihnen vor der Behandlung. Für die Nachbehandlung erhalten Sie von uns einen detaillierten Plan, der alle wesentlichen Fragen beantwortet. Zudem sind wir stets für Sie erreichbar, falls Sie Fragen oder unerwartete Beschwerden haben sollten.

Das Risiko eines erneuten Auftretens von Krampfadern an derselben Stelle ist mit den modernen Verfahren deutlich geringer geworden. Besenreiser können zwar häufiger rezidivieren, sind jedoch in der Regel gut mittels Schaumsklerosierung zu behandeln, auch wenn dies möglicherweise wiederholte Behandlungen erfordert.

 

Vereinbaren Sie Ihren Termin

Wenn Sie Beschwerden haben, die auf Krampfadern hindeuten, oder eine zweite Meinung wünschen, zögern Sie nicht, uns zu kontaktieren. Dr. med. Johannes B. Wagner und sein Team in Bozen und Meran, stehen Ihnen für eine präzise Diagnose und die passende Therapie zur Seite. Wir setzen moderne Behandlungsmethoden und unser Fachwissen ein, um Ihre Beschwerden zu lindern und Ihr Wohlbefinden zu fördern. Wir heißen Patienten aus Bozen, Meran, Brixen, Bruneck und ganz Südtirol herzlich willkommen. Kontaktieren Sie uns noch heute für eine persönliche Beratung in unserer Praxis in Bozen und Meran.

Entdecken Sie die modernen Behandlungsmöglichkeiten bei Krampfadern. Dr. Wagner hilft Ihnen, Ihre Lebensqualität zu verbessern und Venenprobleme nachhaltig zu lösen


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